Kredit und Lebensversicherung: das Beamtendarlehen
Besonders im Bereich der Finanzierungen bietet der Finanzsektor eine große Auswahl. Von der Autofinanzierung über den Hauskauf bis zum Ratenkredit ohne Zweckbestimmung gibt es für jede Finanzierung das passende Modell. Auch eine Beleihung der eigenen Versicherungspolice ist möglich, um beispielsweise den Hausbau zu realisieren. Dies sind Kreditmodelle, die jeder Bürger mit entsprechenden Voraussetzungen beanspruchen kann. Ein spezielles Kreditmodell bleibt hiervon allerdings unberührt: das Darlehen für Beamte. Denn das Beamtendarlehen ist ein Kredit, der alleine den Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes vorbehalten ist. Dieses Darlehen wird besonders häufig im Internet angeboten, doch auch viele Filialbanken unterbreiten ihren Kunden mit Beamtenstatus ein entsprechendes Finanzierungsmodell. Ein charakteristisches Merkmal des Darlehen für Beamte ist die Verknüpfung an eine Lebensversicherung, die den Grundsatz dieser Finanzierung darstellt. Die Lebensversicherung muss immer abgeschlossen werden, denn durch sie wird der gesamte Kredit zurückbezahlt. Der Beamte schließt also nicht nur einen Kreditvertrag mit der Bank, sondern zugleich auch eine Versicherungspolice mit seinem Wunschversicherer ab, die exakt die gleiche Laufzeit und Summe erreicht, wie das Darlehen selbst. Zurückbezahlt wird der Kredit in Versicherungsprämien, die monatlich in die Police eingezahlt wird. Die anfallenden Zinsen für das Darlehen gehen weiterhin zugunsten der Bank. Ist die Versicherungssumme bzw. die Kreditsumme in voller Höhe erreicht, wird das Darlehen mit der Lebensversicherung komplett getilgt – in der Regel am Ende der Vertragslaufzeit. Eventuelle Überschüsse gehen je nach Versicherungsvertrag an den Darlehns- bzw. Versicherungsnehmer über.
Warum Lebensversicherung zur Kreditrückzahlung?
Ein Darlehen für Beamte wird in der Regel in keiner anderen Konstellation angeboten und besteht somit immer aus einem Kredit und einer Lebensversicherung. Dieses Modell hat sich besonders bewährt, denn ein Beamtendarlehen hat andere Laufzeiten, andere Zinskonditionen und andere Kreditsummen, als das Darlehen für „normale“ Bürger. So ist es Beamten möglich, eine Kreditlaufzeit von 12, 15 oder gar 20 Jahren zu wählen. Zudem können Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes, je nach Kreditanbieter, das Darlehen bis zu ihrem 58. Lebensjahr abschließen. Die Höhe des Kredites darf das monatliche Nettogehalt bis zum 20-fachen übersteigen. Dieser Aspekt lohnt sich daher vor allem für Beamte, die die Finanzierung oder den Bau der eigenen Immobilie planen. Außerdem sind die Zinsen für dieses Darlehen besonders günstig, da Beamte als unkündbar gelten und somit eine hervorragende Bonität besitzen, die für die Kreditinstitute ein besonders geringes Risiko bedeuten. Beim Abschluss eines Kredites für Beamte bieten die Banken gleich einen passenden Versicherer an. Dieser muss allerdings nicht zwingend gewählt werden, dem Kreditnehmer steht es frei, sich seinen Vertragspartner selbst auszuwählen. Daher sollte die Möglichkeit, die Versicherungsangebote im Zusammenhang mit einem Kredit für Beamte genauer zu prüfen und vergleichen in jedem Fall in Anspruch genommen werden. Auch die Konditionen variieren von Bank zu Bank, auch hier lohnt ein Vergleich der Konditionen.










